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ImmoScout24 vs Immowelt 2025: Wo findet man noch Wohnungen?

ImmoScout24 oder Immowelt? Wir vergleichen Inseratsmenge, private Vermieter und Konkurrenzdruck — und sagen, welches Portal sich 2025 wirklich lohnt.

Wohnly Redaktion
Ratgeber-Team
25. Juni 2025·8 Min. Lesezeit
ImmoScout24 vs Immowelt 2025: Wo findet man noch Wohnungen?

Wer in Deutschland eine Wohnung sucht, landet früher oder später bei der Frage: ImmoScout24 oder Immowelt? Beide werben damit, die meisten Wohnungen zu haben. Beide kosten in der Premium-Variante Geld. Und beide fühlen sich nach drei Wochen erfolgloser Suche ungefähr gleich frustrierend an.

Die ehrliche Antwort vorweg: Du brauchst nicht das „bessere" Portal. Du brauchst alle relevanten Portale gleichzeitig — denn gute Wohnungen erscheinen oft nur auf einem davon. Aber wenn du dich entscheiden musst, wo du anfängst, hilft dieser Vergleich.

Wer hat die meisten Inserate?

ImmoScout24 ist der Marktführer in Deutschland, daran gibt es nichts zu rütteln. In den großen Städten findest du dort schlicht die größte Auswahl an Mietwohnungen — Stand 2025 ist es das Portal mit dem größten aktiven Bestand.

Der Haken: Wo die meisten Inserate sind, sind auch die meisten Bewerber. Auf eine attraktive Berliner Wohnung kommen auf ImmoScout24 schnell 200 bis 400 Anfragen — oft innerhalb der ersten Stunde. Die schiere Reichweite ist also Vor- und Nachteil zugleich.

Immowelt hat insgesamt weniger Inserate, aber genau das kann ein Vorteil sein: weniger Konkurrenz pro Wohnung. Wichtig zu wissen — Immowelt und Immonet teilen sich seit Jahren denselben Inserate-Pool. Beide gehören zur AVIV Group. Eine Anzeige, die du auf Immowelt siehst, taucht in vielen Fällen auch auf Immonet auf. Wer beide getrennt durchsucht, sucht also doppelt.

Private Vermieter vs Makler

Das ist der entscheidende Unterschied, über den selten jemand spricht.

Auf ImmoScout24 dominieren professionelle Anbieter: Makler, Hausverwaltungen, Wohnungsbaugesellschaften. Das bedeutet standardisierte Prozesse, oft Massenbesichtigungen und wenig Spielraum. Du bist eine Nummer im System.

Immowelt hat anteilig etwas mehr private Vermieter — und private Vermieter entscheiden anders. Sie lesen Bewerbungen tatsächlich, sie achten auf den Menschen dahinter, und ein gutes Anschreiben kann hier den Unterschied machen. Wenn du auf Sympathie statt nur auf SCHUFA setzen willst, ist das relevant.

Reaktionszeit entscheidet — auf beiden Portalen

Egal welches Portal: Der wichtigste Faktor ist nicht das Anschreiben, sondern wann deine Bewerbung ankommt. Vermieter und Makler lesen typischerweise die ersten 20 bis 30 Nachrichten und vergeben danach Besichtigungstermine. Wer erst abends auf das morgens erschienene Inserat reagiert, ist meistens raus — unabhängig vom Profil.

Das ist auch der Grund, warum viele zwischen den Portalen hin- und herwechseln und trotzdem nichts finden: Sie sind nicht schlechter qualifiziert, sie sind nur zu spät dran. Genau hier setzt Wohnly an — der Dienst überwacht ImmoScout24 rund um die Uhr und verschickt deine Bewerbung in Sekunden nach Erscheinen. Immowelt und WG-Gesucht sind in Vorbereitung.

Kosten: Lohnt sich Premium?

Beide Portale bieten kostenpflichtige Zusatzfunktionen.

  • ImmoScout24 MieterPlus (rund 20 € im Monat) verspricht bevorzugte Sichtbarkeit deiner Anfrage und ein Bonitätszertifikat. In hart umkämpften Märkten kann das einen kleinen Vorsprung bringen — ein Wundermittel ist es nicht.
  • Immowelt hat ähnliche Premium-Optionen, die in der Praxis aber weniger verbreitet sind.

Unsere ehrliche Einschätzung: Premium bringt dir wenig, wenn du trotzdem erst Stunden später antwortest. Geschwindigkeit schlägt fast immer ein bezahltes Abzeichen.

Welches Portal für welche Stadt?

Die Gewichtung verschiebt sich je nach Markt:

  • Berlin, München, Hamburg: ImmoScout24 hat die meisten Inserate, aber brutalen Wettbewerb. Immowelt lohnt sich als Ergänzung für die ruhigeren Privatangebote.
  • Mittelgroße Städte (Leipzig, Hannover, Nürnberg): Hier ist Immowelt oft überraschend stark, weil lokale Vermieter es bevorzugen.
  • Ländlichere Regionen: ImmoScout24 bleibt meist erste Wahl, weil die Reichweite zählt.

Das Fazit

ImmoScout24 gewinnt bei der reinen Menge, Immowelt punktet bei privaten Vermietern und etwas weniger Konkurrenz. Immonet kannst du dir als separates Tab sparen — es überschneidet sich stark mit Immowelt.

Aber die eigentliche Erkenntnis ist eine andere: Die Portal-Frage ist die falsche Frage. Wer wirklich schneller eine Wohnung finden will, beobachtet mehrere Portale parallel und reagiert in Minuten statt Stunden. Genau das lässt sich heute automatisieren — und spart die täglichen Stunden des manuellen Durchklickens, in denen die besten Wohnungen ohnehin schon weg sind.

Häufig gestellte Fragen

ImmoScout24 hat in den meisten Regionen die größte Inseratsmenge und ist damit Pflicht, Immowelt ergänzt mit teils exklusiven Angeboten und regional unterschiedlicher Stärke. Die richtige Antwort ist fast immer: beide parallel nutzen.

Tendenziell auf den kleineren Kanälen: Immowelt-exklusive Inserate, Kleinanzeigen und die Vermietungsportale großer Bestandshalter bekommen weniger Anfragen als Top-Inserate auf ImmoScout24. Wer alle Kanäle abdeckt, findet die Nischen automatisch.

Nein: Je nach Stadt läuft ein erheblicher Teil des Angebots exklusiv über andere Kanäle, von Immowelt über Kleinanzeigen bis zu Genossenschafts- und Verwaltungs-Websites. Wer nur ein Portal beobachtet, sieht nur einen Ausschnitt des Markts.

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