Flatmatch geht einen anderen Weg als die großen Wohnungsportale: Statt Makleranzeigen zu bündeln, sammelt der Dienst Mietangebote von Hausverwaltungen, Eigentümern und Untermietenden — und ist dabei kostenlos. Genau dort liegen die Wohnungen, um die auf ImmoScout24 niemand konkurriert, weil sie dort nie erscheinen.
Das Wichtigste in Kürze
- Kostenlos. Flatmatch wirbt mit „Get started for free"; ein Bezahltarif wird auf der Startseite nicht ausgewiesen.
- Fünf Städte: Berlin, Hamburg, Köln, München und Frankfurt.
- Die Quellen sind der Punkt: Hausverwaltungen, private Eigentümer und Untermietende — nicht die üblichen Portalanzeigen.
- Nach der Anmeldung bekommst du Zugriff auf neu entdeckte Inserate.
- Offen bleibt, ob die Bewerbung automatisch läuft. Die Seite spricht davon, sich „direkt beim Vermieter" zu bewerben, sagt aber nicht, ob das automatisiert geschieht.
Was ist Flatmatch?
Flatmatch ist eine Plattform, die Mietangebote aggregiert, welche außerhalb der großen Portale vergeben werden. Der Ansatz zielt auf eine echte Lücke: Hausverwaltungen und Genossenschaften veröffentlichen freie Wohnungen häufig nur auf der eigenen Website. Wer täglich zwanzig Verwaltungsseiten von Hand durchklickt, findet sie — alle anderen nicht.
Genau dieses Durchklicken nimmt Flatmatch ab. Für fünf Städte werden neue Inserate zusammengetragen und nach der Anmeldung zugänglich gemacht.
Warum diese Quellen wertvoll sind
Auf ImmoScout24 konkurrieren in München im Schnitt rund 47 Bewerber um eine Wohnung, in Schwabing oder der Maxvorstadt 70 bis 120. Der Grund ist nicht, dass es zu wenige Wohnungen gäbe, sondern dass alle auf dieselbe Bühne schauen.
Eine Wohnung, die eine Hausverwaltung ausschließlich auf ihrer eigenen Seite ausschreibt, hat vielleicht acht Bewerber. Das ist kein anderer Markt, das ist nur weniger Publikum — und das ist der eigentliche Wert eines Dienstes wie Flatmatch.
Was offen bleibt
Zwei Punkte lassen sich auf der Website nicht abschließend klären, und beide gehören zu einer ehrlichen Einschätzung:
Erstens: Bewerbung automatisch oder von Hand? Es ist von „direkt beim Vermieter bewerben" die Rede. Ob Flatmatch die Bewerbung für dich verschickt oder dich nur zur Verwaltung weiterleitet, wird nicht ausgeführt. Für die Praxis macht das den Unterschied zwischen einem Melder und einem Bewerber — frag im Zweifel beim Anbieter nach.
Zweitens: die Zahl der Quellen. Wie viele Verwaltungen und Genossenschaften tatsächlich beobachtet werden, wird nicht beziffert. Bei fünf abgedeckten Städten kann das je nach Stadt sehr unterschiedlich ausfallen.
Ein kostenloser Dienst schuldet niemandem eine Preisliste. Aber wer ihn als einzige Quelle nutzt, sollte wissen, was er nicht weiß.
Für wen lohnt sich Flatmatch?
Auf jeden Fall ausprobieren, wenn du in Berlin, Hamburg, Köln, München oder Frankfurt suchst. Es kostet nichts, und die abgedeckte Nische — Verwaltungen und Genossenschaften — ist genau die, die den großen Portalen fehlt. Als Ergänzung ist das eine der sinnvollsten kostenlosen Optionen im Markt.
Nicht als einzige Quelle, wenn Tempo zählt. Solange nicht klar ist, ob und wie schnell eine Bewerbung rausgeht, bleibt die Reaktionszeit dein Engpass. Die üblichen Regeln gelten weiter: Vermieter laden meist aus den ersten Bewerbungen ein.
Fazit
Flatmatch besetzt die richtige Nische und verlangt dafür kein Geld — schon deshalb gehört es in die Liste. Der Dienst ersetzt keine Suche auf den großen Portalen, sondern ergänzt sie um Angebote, die dort schlicht nicht auftauchen.
Wer zusätzlich will, dass die Bewerbung ohne eigenes Zutun rausgeht, kombiniert das mit einem Dienst, der genau das übernimmt: Wohnly bewirbt sich automatisch auf ImmoScout24 und hat acht regionale Wohnungsgesellschaften angebunden — sieben Tage kostenlos.
Mehr dazu: Genossenschaftswohnung finden und Hausverwaltung direkt anschreiben
Häufig gestellte Fragen
Flatmatch wirbt auf der Startseite mit einem kostenlosen Einstieg („Get started for free"); ein kostenpflichtiger Tarif wird dort nicht ausgewiesen. Für den Zugriff auf neu entdeckte Inserate ist eine Anmeldung nötig.
Nach Angaben der Website in fünf Städten: Berlin, Hamburg, Köln, München und Frankfurt. Wie viele Verwaltungen und Genossenschaften je Stadt beobachtet werden, wird nicht beziffert.
Das geht aus der Website nicht eindeutig hervor. Dort ist davon die Rede, sich „direkt beim Vermieter" zu bewerben — ob das automatisiert erfolgt oder eine Weiterleitung zur Verwaltung meint, wird nicht ausgeführt. Wer auf automatische Bewerbungen angewiesen ist, sollte vor der Nutzung beim Anbieter nachfragen.
Weil dort weniger Bewerber konkurrieren. Viele Verwaltungen und Genossenschaften veröffentlichen freie Wohnungen ausschließlich auf der eigenen Website und nie auf einem großen Portal. Wer diese Quellen im Blick hat, bewirbt sich gegen acht statt gegen achtzig Mitbewerber.
Wohnung gesucht? Lass die KI für dich suchen.
Wohnly durchsucht ImmoScout24 rund um die Uhr und bewirbt sich in Minuten — mit deinen Daten, deinem Anschreiben.