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HeyImmo vs. Wohnly: KI-Suche oder KI-Bewerbung?

HeyImmo ist kostenlos, Wohnly kostet Geld — und trotzdem lösen sie verschiedene Probleme. Der ehrliche Vergleich zwischen ImmoScout24s KI-Assistent und einem Bewerbungsagenten.

Wohnly Redaktion
Ratgeber-Team
27. August 2026·9 Min. Lesezeit

HeyImmo ist kostenlos. Wohnly kostet Geld. Trotzdem ist das kein Vergleich, den HeyImmo automatisch gewinnt — weil beide unterschiedliche Probleme lösen. HeyImmo hilft dir zu verstehen, was du siehst. Wohnly sorgt dafür, dass du rechtzeitig antwortest. Dieser Vergleich zeigt dir, was ImmoScout24s KI-Assistent wirklich kann, wo er aufhört und wann sich ein kostenpflichtiger Agent überhaupt rechtfertigt.

Das Wichtigste in Kürze

  • HeyImmo ist der hauseigene KI-Assistent von ImmoScout24 und kostenlos. Er erklärt Mietverträge, bewertet Angebote und gibt Tipps zu Bewerbungsunterlagen.
  • HeyImmo verschickt keine Bewerbungen. Er ist Beratung, keine Ausführung.
  • Wohnly überwacht neue Inserate und schickt über dein eigenes ImmoScout24-Konto eine vollständige Bewerbung inklusive Anschreiben und Selbstauskunft.
  • Der Kernunterschied: HeyImmo verbessert die Qualität deiner Entscheidungen. Wohnly verbessert dein Timing.
  • Wenn du bisher keine Besichtigungstermine bekommst, liegt das selten an schlechten Entscheidungen — meistens am Zeitpunkt.

Was ist HeyImmo?

HeyImmo ist ImmoScout24s KI-Assistent für Suchende und Käufer, kostenlos nutzbar. Er ist Teil einer größeren KI-Offensive des Konzerns: Seit 2026 gibt es zusätzlich eine natürlichsprachliche Suche, bei der du deine Wünsche frei formulierst statt Filter zu setzen.

Was HeyImmo laut Anbieter kann:

  • Mietverträge in verständlicher Sprache erklären — welche Klausel bedeutet was
  • Kaufangebote einordnen und bewerten helfen
  • Tipps zu Bewerbungsunterlagen geben
  • Fragen rund um Suche und Objekte beantworten

Das ist ein ernstzunehmendes Angebot, vor allem für Menschen, die zum ersten Mal mieten. Ein Mietvertrag ist ein juristisches Dokument, und ein Assistent, der die Fallstricke übersetzt, ist mehr wert als die meisten Ratgeber-Artikel. Mehr Details in unserem Erfahrungsbericht HeyImmo von ImmoScout24: Was die KI wirklich kann.

Was HeyImmo nicht tut

HeyImmo bewirbt dich nicht. Er berät dich zu deinen Unterlagen, aber er füllt kein Kontaktformular aus, verschickt kein Anschreiben und hängt keine Selbstauskunft an. Das machst weiterhin du — bei jedem einzelnen Inserat neu.

Dasselbe gilt für die neue KI-Suche und für die ImmoScout24-App in ChatGPT: Beide verbessern das Finden. Die Bewerbung bleibt Handarbeit.

HeyImmo vs. Wohnly im direkten Vergleich

HeyImmoWohnly
Preiskostenlos19,99 € / 39,99 € im Monat, 7 Tage gratis
AnbieterImmoScout24unabhängig
Inserate findenja, per KI-Sucheja, laufende Überwachung
Mietvertrag erklärenjanein
Angebote bewertenjanein
Tipps zu Unterlagenjanein
Bewerbung verschickenneinja, automatisch
Anschreiben mitschickenneinja, aus deinem Profil
Selbstauskunft mitschickenneinja, aus deinem Profil
Nachmieter-Inserateabgedecktwird übersprungen

Die Tabelle zeigt: Die beiden konkurrieren kaum. Sie überschneiden sich nur beim Finden — und dort ist HeyImmo kostenlos und damit die vernünftigere Wahl.

Der eigentliche Unterschied: Verstehen oder rechtzeitig sein

Bei der Wohnungssuche in einer deutschen Großstadt gibt es zwei Arten zu scheitern.

Erstens: Du triffst schlechte Entscheidungen. Du unterschreibst einen Vertrag mit einer unwirksamen Schönheitsreparaturklausel, unterschätzt die Nebenkosten oder bewirbst dich mit unvollständigen Unterlagen. Dagegen hilft HeyImmo.

Zweitens: Du kommst zu spät. Deine Bewerbung ist gut, aber sie ist Nummer 60 von 47 sinnvoll bearbeitbaren. Der Vermieter hat die Liste längst geschlossen. Dagegen hilft HeyImmo nicht.

Auf eine durchschnittliche Wohnung kommen rund 47 Bewerbungen. Viele Vermieter hören nach den ersten 20 bis 30 Zuschriften faktisch auf zu lesen. Wer abends nach der Arbeit die Portale durchgeht, konkurriert gegen Menschen, die vormittags Zeit hatten — und gegen Automatisierung.

Wohnly wertet laufend über 7.500 Inserate pro Woche aus. Zwischen dem Erscheinen eines Inserats und der abgeschickten Bewerbung liegen im Median rund 10 Minuten (gemessen an 60 Bewerbungen).

Woran du merkst, welches Problem du hast

Eine ehrliche Selbstdiagnose:

  • Du wirst zu Besichtigungen eingeladen, bekommst aber Absagen → dein Problem ist die Bewerbungsqualität. HeyImmo und unser Artikel Warum bekomme ich keine Wohnung? helfen mehr als jeder Agent.
  • Du bewirbst dich viel und hörst gar nichtsdein Problem ist Timing oder Vollständigkeit. Siehe Keine Einladung zur Besichtigung?

Diese Unterscheidung ist wichtiger als die Frage, welches Werkzeug moderner klingt.

Was Wohnly nicht kann

Damit der Vergleich fair bleibt, drei Punkte, bei denen HeyImmo klar vorn liegt:

1. Nachmieter-Inserate. Wohnly überspringt sie aktuell. In einer Auswertung von 7.223 Inseraten betraf das 3.669 — gut die Hälfte des Angebots. Über ImmoScout24 und damit über HeyImmo sind sie erreichbar.

2. Mietrecht und Vertragsprüfung. Wohnly liest keine Mietverträge. Wenn du wissen willst, ob eine Klausel zulässig ist, ist HeyImmo das richtige Werkzeug — oder unser Artikel Mietvertrag unterschreiben: Diese 8 Klauseln musst du prüfen.

3. Der Preis. HeyImmo kostet nichts. Wer nicht unter Zeitdruck steht, in einem entspannten Markt sucht oder nur gelegentlich schaut, braucht schlicht keinen bezahlten Agenten.

Und ein Hinweis zur Einordnung von Wohnlys Anschreiben: Es wird einmal aus deinem Profil erzeugt und für deine Bewerbungen verwendet — kein je Inserat individuell geschriebener Text.

Lohnt sich beides gleichzeitig?

Ja, und das ist ehrlich gesagt die sinnvollste Kombination:

  1. HeyImmo für die Fragen, die vor und nach der Bewerbung entstehen — Vertrag, Unterlagen, Einschätzung eines Angebots.
  2. Ein Agent für die Ausführung in den Minuten, in denen du nicht am Rechner sitzt.

Beide greifen auf denselben Bestand zu. Sie schließen sich nicht aus, weil sie an verschiedenen Stellen des Ablaufs ansetzen.

Fazit

HeyImmo ist ein gutes, kostenloses Werkzeug — und für viele Suchende reicht es. Wenn du Zeit hast, in einem normalen Markt suchst oder vor allem Orientierung brauchst, gibt es keinen Grund, Geld auszugeben.

Der Moment, in dem sich ein bezahlter Agent lohnt, ist ein anderer: wenn du seit Wochen bewirbst, deine Unterlagen sauber sind und trotzdem nichts zurückkommt. Dann ist dein Problem nicht Wissen, sondern Geschwindigkeit — und dagegen hilft kein Assistent, der nur erklärt.

Weitere Vergleiche: Traumwohnung.ai vs. Wohnly und Mietradar Alternative.

Häufig gestellte Fragen

HeyImmo ist kostenlos. ImmoScout24 stellt sowohl den KI-Assistenten HeyImmo als auch die natürlichsprachliche KI-Suche ohne Zusatzkosten bereit. Ein kostenpflichtiges Abo wie Mieter+ oder SuchenPlus ist dafür nicht erforderlich.

Nein. HeyImmo ist ein Beratungsassistent, keine Ausführung. Er erklärt Mietverträge, hilft Angebote einzuordnen und gibt Tipps zu den Bewerbungsunterlagen — aber er füllt kein Kontaktformular aus und verschickt weder Anschreiben noch Selbstauskunft. Das bleibt Handarbeit.

HeyImmo verbessert die Qualität deiner Entscheidungen: Er hilft dir zu verstehen, was du siehst. Wohnly verbessert dein Timing: Es überwacht neue Inserate und verschickt über dein eigenes ImmoScout24-Konto automatisch eine vollständige Bewerbung inklusive Anschreiben und Selbstauskunft. HeyImmo ist kostenlos, Wohnly kostet 19,99 € bzw. 39,99 € im Monat.

Das hängt davon ab, woran du scheiterst. Wirst du zu Besichtigungen eingeladen und bekommst danach Absagen, ist deine Bewerbungsqualität das Problem — dann hilft HeyImmo mehr. Bewirbst du dich viel und hörst gar nichts zurück, ist dein Timing das Problem, und dagegen hilft ein Assistent nicht, der nur berät.

Ja. Beide greifen auf denselben Inseratsbestand zu und setzen an verschiedenen Stellen an: HeyImmo bei den Fragen vor und nach der Bewerbung — Vertrag, Unterlagen, Einschätzung eines Angebots — und der Agent bei der Ausführung in den Minuten, in denen du nicht am Rechner sitzt.

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Wohnly durchsucht ImmoScout24 rund um die Uhr und bewirbt sich in Minuten — mit deinen Daten, deinem Anschreiben.