Immobot wirbt mit der längsten Anbieterliste im deutschen Markt: 21 Portale und Wohnungsgesellschaften, überwacht in Echtzeit, für 9,99 € im Monat. Die ersten drei Tage sind kostenlos. Dieser Erfahrungsbericht ordnet ein, was hinter der Zahl steckt — und welche Aufgabe die App bewusst nicht übernimmt.
Das Wichtigste in Kürze
- Immobot kostet 9,99 € im Monat, jederzeit kündbar. Die Testphase dauert drei Tage, nicht sieben wie bei den meisten Wettbewerbern.
- 21 überwachte Quellen — die größte Zahl im Markt, inklusive vieler regionaler Wohnungsgesellschaften von SAGA Hamburg über GWG München bis Vivawest.
- Apps für iOS und Android mit Push-Benachrichtigungen, dazu Kartenansicht und Filter.
- Die Grenze: Immobot bewirbt sich nicht automatisch. Du kannst einen Bewerbungstext hinterlegen und kopieren — abschicken musst du selbst.
- Für wen: stark, wenn du breit suchst und schnell reagieren kannst. Schwach, wenn du tagsüber nicht ans Handy kommst.
Was ist Immobot?
Immobot ist eine Wohnungssuch-App, die neue Inserate auf einer ungewöhnlich breiten Palette von Quellen erfasst und dich per Push benachrichtigt. Der Kern des Versprechens steht im Namen der Website: „Verpasse nie wieder deine Traumwohnung."
Die App bietet neben der Liste eine Kartenansicht und Filter, sodass du neue Treffer räumlich einordnen kannst statt nur chronologisch. Für die Bewerbung lässt sich ein Standardtext hinterlegen, den du beim Inserat kopierst und im Portal einfügst.
Was kostet Immobot?
| Preis | 9,99 € im Monat (rund 2,30 € pro Woche) |
| Testphase | 3 Tage kostenlos |
| Laufzeit | jederzeit kündbar |
| Jahrestarif | erwähnt, Preis nicht öffentlich ausgewiesen |
Die drei Gratis-Tage sind der schwächste Punkt am Angebot. Wohnungssuche ist ein Prozess über Wochen; in 72 Stunden erscheinen je nach Stadt und Suchprofil vielleicht eine Handvoll passende Inserate. Um zu beurteilen, ob die Benachrichtigungen wirklich schneller sind als der eigene Suchagent beim Portal, ist das knapp. Wettbewerber geben sieben Tage.
Welche Portale überwacht Immobot?
Nach Anbieterangaben 21 Quellen — und die Zusammensetzung ist der eigentliche Grund, sich die App anzusehen:
Große Portale: ImmoScout24, Immowelt, Kleinanzeigen, immobilien.de, Ohne-Makler, WG-Gesucht, Quoka, Wohnungsbörse
Wohnungsgesellschaften: Vonovia, LEG, degewo, HOWOGE, Gewobag, SAGA Hamburg, GWG München, Nassauische Heimstätte, GAG Köln, SWSG Stuttgart, Volkswohnung Karlsruhe, meravis, Vivawest
Diese zweite Liste ist der Punkt. Kommunale und genossenschaftliche Gesellschaften vergeben ihren Bestand regelmäßig ohne Inserat auf einem großen Portal — über die eigene Website, an Bewerber, die zufällig zur richtigen Zeit hingeschaut haben. Wer nur ImmoScout24 beobachtet, sieht diese Wohnungen nie. Immobot deckt hier mehr Städte ab als die meisten Wettbewerber: Hamburg, München, Stuttgart, Karlsruhe, Köln, das Ruhrgebiet, Hannover.
Die Grenze: 21 Portale, aber keine Bewerbung
So breit die Abdeckung ist — Immobot nimmt dir den letzten und entscheidenden Schritt nicht ab. Die App liefert „Push-Benachrichtigungen bei neuen Inseraten" und erlaubt es, einen „Bewerbungstext zu hinterlegen und zu kopieren". Verschickt wird die Bewerbung von dir, im Portal, von Hand.
Das ist keine Kritik am Produkt, sondern eine Eigenschaft der Kategorie. Aber sie entscheidet über den Nutzen im Alltag: In München kommen im Schnitt rund 47 Bewerber auf eine Mietwohnung, in Schwabing oder der Maxvorstadt 70 bis 120. Vermieter laden aus den ersten Bewerbungen ein, nicht aus den besten. Eine Push um 2:40 Uhr, die du um 8 Uhr liest, ist ein Protokoll darüber, was du verpasst hast.
Anders gesagt: 21 Portale erhöhen die Zahl der Wohnungen, von denen du erfährst. Sie erhöhen nicht die Zahl der Wohnungen, auf die du dich rechtzeitig beworben hast.
Immobot im Vergleich
| Immobot | Wohnly | |
|---|---|---|
| Preis pro Monat | 9,99 € | 19,99 € (Starter) / 39,99 € (Pro) |
| Kostenlos testen | 3 Tage | 7 Tage |
| Anbieter | 21 | 15 angebunden, ImmoScout24 im Dauerbetrieb |
| Benachrichtigung | Push, Echtzeit | E-Mail und Benachrichtigung in der App |
| App | iOS und Android | Web-App, auf den Home-Bildschirm legbar |
| Bewerbung | du selbst, Text kopierbar | automatisch auf ImmoScout24 |
| Kartenansicht | ja | Suchprofil mit Umkreis und Bezirken |
Wo Immobot vorn liegt: die größte Anbieterliste des Marktes, echte Apps auf beiden Plattformen, ein Preis, der halb so hoch ist wie beim günstigsten Bewerbungsdienst.
Wo Wohnly vorn liegt: die Bewerbung geht ohne dich raus — auf ImmoScout24 automatisch, über dein eigenes Konto, sodass die Antwort in deinem ImmoScout24-Postfach landet. Dazu sieben statt drei Tage Test.
Für wen lohnt sich Immobot?
Passend, wenn du in einer Stadt suchst, in der Immobot viele lokale Gesellschaften abdeckt — Hamburg mit SAGA, München mit GWG, Stuttgart mit SWSG —, wenn du breit und geduldig suchst und wenn du bei einer Push binnen Minuten am Rechner sitzen kannst.
Unpassend, wenn deine Arbeitszeit dich blockiert. 21 Quellen bringen dich nicht nach vorn, wenn die Bewerbung erst nach Feierabend rausgeht. Dann ist ein Dienst sinnvoller, der sich selbst bewirbt — auch wenn er mehr kostet.
Fazit
Immobot ist ein solides Produkt mit dem breitesten Quellennetz im Markt und einem fairen Preis. Die drei Gratis-Tage sind zu kurz, um es ernsthaft zu beurteilen, und die fehlende automatische Bewerbung ist die eigentliche Grenze.
Die ehrliche Entscheidungsfrage lautet nicht „welche App ist besser", sondern: Kannst du auf jede Meldung innerhalb von Minuten reagieren? Wenn ja, ist Immobot für 9,99 € kaum zu schlagen. Wenn nein, zahlst du für Benachrichtigungen über Wohnungen, die beim Lesen schon weg sind — dann übernimmt Wohnly die Bewerbung automatisch, sieben Tage kostenlos.
Weitere Vergleiche: Immobilien Bot Erfahrungen und Traumwohnung.ai Erfahrungen.
Häufig gestellte Fragen
Immobot kostet 9,99 € im Monat und ist jederzeit kündbar, was rund 2,30 € pro Woche entspricht. Die kostenlose Testphase dauert drei Tage. Ein Jahrestarif wird auf der Website erwähnt, ein Preis dafür aber nicht öffentlich genannt.
Nein. Immobot schickt Push-Benachrichtigungen bei neuen Inseraten und lässt dich einen Bewerbungstext hinterlegen, den du kopieren kannst. Die Bewerbung selbst musst du im jeweiligen Portal abschicken. Automatische Bewerbungen bieten in Deutschland unter anderem Wohnly und Traumwohnung.ai an, allerdings zu höheren Preisen.
Nach Anbieterangaben 21 Quellen: die großen Portale ImmoScout24, Immowelt, Kleinanzeigen, immobilien.de, Ohne-Makler, WG-Gesucht, Quoka und Wohnungsbörse sowie zahlreiche Wohnungsgesellschaften, darunter Vonovia, LEG, degewo, HOWOGE, Gewobag, SAGA Hamburg, GWG München, Nassauische Heimstätte, GAG Köln, SWSG Stuttgart, Volkswohnung, meravis und Vivawest.
Das hängt an deiner Verfügbarkeit. Vermieter laden meist aus den ersten eingegangenen Bewerbungen ein, nicht aus den inhaltlich besten. Wer eine Push innerhalb weniger Minuten in eine abgeschickte Bewerbung verwandeln kann, kommt mit einer Melde-App sehr weit. Wer tagsüber arbeitet, verliert diesen Vorsprung wieder — dann ist ein Dienst mit automatischer Bewerbung die passendere Wahl.
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