SnapFlat ist ein Berliner Dienst, der elf lokale Wohnungsanbieter überwacht und sich im teureren Tarif automatisch für dich bewirbt — nach eigenen Angaben in unter 30 Sekunden. Das Preismodell rechnet allerdings in Vier-Wochen-Zeiträumen, nicht in Monaten, und das macht beim Jahresvergleich einen spürbaren Unterschied. Dieser Erfahrungsbericht rechnet nach.
Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Tarife: Basic für 19 € je 4 Wochen (nur Benachrichtigungen) und Pro für 49 € je 4 Wochen (mit automatischer Bewerbung). Im Pro sind 14 Tage kostenlos.
- Achtung beim Preis: Vier Wochen sind kein Monat. Aufs Jahr gerechnet sind das 13,04 Abrechnungen — Basic kostet effektiv rund 20,64 € im Monat, Pro rund 53,24 €.
- 11 Berliner Anbieter, darunter die sechs großen Wohnungsbaugesellschaften degewo, HOWOGE, WBM, GESOBAU, Gewobag und Stadt und Land, dazu private Anbieter, Immowelt und Kleinanzeigen.
- Nur Berlin. Außerhalb der Hauptstadt ist der Dienst nicht nutzbar.
- Benachrichtigung läuft über Telegram-Alerts.
Was ist SnapFlat?
SnapFlat richtet sich ausschließlich an Wohnungssuchende in Berlin. Der Dienst scannt elf lokale Anbieter rund um die Uhr; im Pro-Tarif verschickt er zusätzlich automatisch eine Bewerbung, sobald ein passendes Inserat erscheint. Der Anbieter wirbt mit einer Reaktionszeit von unter 30 Sekunden.
Der Zuschnitt ist bewusst eng — und genau darin liegt die Stärke. Die sechs landeseigenen Berliner Gesellschaften vergeben einen erheblichen Teil ihres Bestands über die eigenen Websites, ohne je ein Inserat auf ImmoScout24 zu schalten. Ein Dienst, der genau dort schaut, sieht Wohnungen, die auf den großen Portalen gar nicht auftauchen.
Was kostet SnapFlat wirklich?
| Tarif | Listenpreis | Effektiv pro Monat | Pro Jahr | Bewerbung |
|---|---|---|---|---|
| Basic (Smart Alerts) | 19 € / 4 Wochen | 20,64 € | 248 € | nein |
| Pro (Auto-Bewerbung) | 49 € / 4 Wochen | 53,24 € | 639 € | ja |
Die Rechnung dahinter: Ein Jahr hat 365 Tage, ein Vier-Wochen-Zeitraum 28. Das ergibt 13,04 Abrechnungen pro Jahr, nicht zwölf. Wer den Vier-Wochen-Preis im Kopf mit einem Monatspreis vergleicht, unterschätzt die Jahreskosten um gut acht Prozent.
Das ist kein Vorwurf — die Abrechnung ist transparent angegeben. Es ist nur eine Zahl, die man beim Vergleichen selbst umrechnen muss.
Zum Einordnen: Wohnly kostet 19,99 € im Monat im Starter-Tarif und 39,99 € im Pro. Das sind 240 € bzw. 480 € im Jahr — beim direkten Gegenstück (automatische Bewerbung) also rund 159 € weniger als SnapFlat Pro.
Welche Anbieter überwacht SnapFlat?
Nach Anbieterangaben elf Berliner Wohnungsanbieter:
- die sechs großen Wohnungsbaugesellschaften degewo, HOWOGE, WBM, GESOBAU, Gewobag und Stadt und Land
- private Anbieter
- Portale wie Immowelt und Kleinanzeigen
Auf der Website werden für Basic „12 Anbieter inkl. Kleinanzeigen" und für Pro „9 Anbieter" genannt. Die Differenz ergibt sich daraus, dass sich nicht bei jedem Anbieter automatisch bewerben lässt — bei manchen bleibt es auch im Pro-Tarif bei der Benachrichtigung.
Diese Unterscheidung ist wichtig: Der teurere Tarif deckt weniger Quellen automatisch ab als der günstigere überhaupt beobachtet.
Die zwei Einschränkungen
Erstens: nur Berlin. Wer nach Hamburg, München oder Leipzig zieht — oder wer parallel in zwei Städten sucht, weil der Job noch nicht feststeht —, kann SnapFlat nicht nutzen. Für alle anderen ist der Berlin-Fokus ein Vorteil, kein Nachteil.
Zweitens: Basic benachrichtigt nur. Der Einstiegstarif für effektiv 20,64 € im Monat schickt dir Telegram-Alerts, mehr nicht. Das ist ungefähr derselbe Preis, für den andere Anbieter die Bewerbung bereits mit übernehmen. Wer bei SnapFlat den eigentlichen Nutzen will, landet beim Pro-Tarif — und damit bei 53 € im Monat.
SnapFlat im Vergleich
| SnapFlat Basic | SnapFlat Pro | Wohnly Starter | Wohnly Pro | |
|---|---|---|---|---|
| Effektiv pro Monat | 20,64 € | 53,24 € | 19,99 € | 39,99 € |
| Pro Jahr | 248 € | 639 € | 240 € | 480 € |
| Automatische Bewerbung | nein | ja | ja | ja |
| Kostenlos testen | — | 14 Tage | 7 Tage | 7 Tage |
| Region | nur Berlin | nur Berlin | bundesweit | bundesweit |
| Berliner Gesellschaften | 6 | teilweise | 7 angebunden | 7 angebunden |
| Benachrichtigung | Telegram | Telegram | E-Mail und App | E-Mail und App |
Wo SnapFlat vorn liegt: 14 Tage Testphase statt sieben — die längste im Markt. Und in Berlin laufen ihre Gesellschaften bereits produktiv.
Wo Wohnly vorn liegt: rund 159 € weniger im Jahr beim Vergleich der Bewerbungstarife, bundesweite Suche statt Berlin-Grenze, und der Starter-Tarif bewirbt sich zum Preis, für den SnapFlat Basic nur benachrichtigt.
Für wen lohnt sich SnapFlat?
Passend, wenn du fest in Berlin suchst, auf die landeseigenen Gesellschaften zielst und bereit bist, für die automatische Bewerbung 53 € im Monat zu zahlen. Die 14 Tage Test sind großzügig genug, um das ohne Risiko auszuprobieren.
Unpassend, wenn du außerhalb Berlins suchst, parallel mehrere Städte im Blick hast oder wenn dir beim Basic-Tarif auffällt, dass du für 20 € im Monat nur Nachrichten bekommst.
Fazit
SnapFlat macht in seiner Nische vieles richtig: enger Zuschnitt, die richtigen lokalen Anbieter, eine lange Testphase. Zwei Dinge sollte man vor dem Abschluss nachrechnen — dass vier Wochen kein Monat sind, und dass der Basic-Tarif keine Bewerbung enthält.
Wer eine automatische Bewerbung will und nicht ausschließlich auf Berlin festgelegt ist, fährt anderswo günstiger: Wohnly bewirbt sich automatisch auf ImmoScout24, bundesweit, ab 19,99 € im Monat und sieben Tage kostenlos.
Weitere Vergleiche: WohnAutopilot Alternative und Traumwohnung.ai Erfahrungen.
Häufig gestellte Fragen
SnapFlat rechnet in Vier-Wochen-Zeiträumen: 19 € für den Basic-Tarif und 49 € für den Pro-Tarif. Da ein Jahr 13,04 solcher Zeiträume hat, entspricht das effektiv 20,64 € bzw. 53,24 € pro Monat — oder 248 € bzw. 639 € im Jahr. Im Pro-Tarif sind die ersten 14 Tage kostenlos.
Nur im Pro-Tarif. Dort verschickt der Dienst nach Anbieterangaben automatische Bewerbungen in unter 30 Sekunden, allerdings nicht bei allen überwachten Anbietern: Die Website nennt für Basic 12 beobachtete Anbieter und für Pro 9, bei denen die automatische Bewerbung greift. Der Basic-Tarif schickt ausschließlich Telegram-Benachrichtigungen.
Nein. SnapFlat ist auf Berlin ausgerichtet und überwacht elf Berliner Anbieter, darunter die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften. Wer in anderen Städten oder parallel in mehreren Städten sucht, braucht einen bundesweiten Dienst.
Nach Anbieterangaben degewo, HOWOGE, WBM, GESOBAU, Gewobag und Stadt und Land — also die sechs großen landeseigenen Gesellschaften. Dazu kommen private Anbieter sowie die Portale Immowelt und Kleinanzeigen. Nicht genannt wird berlinovo, die siebte landeseigene Gesellschaft.
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